Zusammenfassung: 5 Frauen und 300 Männer in dunklen Anzügen haben viel Geld für inhaltlich wenig Neues (gilt in der Regel auch fürs Catering) sowie rhetorische Tiefflieger mit schlechtem Hochdeutsch bezahlt. Lässt sich auch auf andere Branchen übertragen. Allenfalls ist je nach Branche der Frauenanteil etwas höher und das Essen etwas besser. Muss aber nicht sein.
Donnerstag, 10. Februar 2011
Mittwoch, 9. Februar 2011
UNAUSGEGLICHEN?
Seit wir Hasso die ADS-Medikamente unseres Sohnes unters Futter mischen, greift er nur noch selten Passanten an. Und auch nur, wenn diese spielen wollen.
Dienstag, 8. Februar 2011
LEITENDE POSITIONEN
Nach einem Mittagessen mit einer Freundin, während dem wir feststellten, dass ausser wir, praktisch alle (Männer) mittlerweile in sogenannte zwar leitende, wenn auch eher sinnlose, Positionen erhoben wurden, beschlossen wir, uns selbst zu befördern und künftig als blitzabLEITER sowie halbLEITER zu fungieren, um doch noch an eine Gehaltserhöhung zu kommen. Wir vertreten uns, im Falle der Abwesenheit der jeweils Anderen, auch gleich selbst. In solidarischer Ergebenheit zu S.
ARBEITSLOS?
Jobangebot für stellenlose Akademiker (politische Gesinnung vorzugsweise links). Eine Initiative der regionalen Arbeitsvermittlungezentren (RAV) der Schweiz und der deutschen Bundesagentur für Arbeit (BA).
Sonntag, 6. Februar 2011
Freitag, 4. Februar 2011
Auf EX! Nee, auf den trinken wir nicht!
Angewidert betrachtete sie
Sein miesepeterisches Bürokratengesicht
Er war ein kleiner erfolgloser Beamter
Um die 50
Der durch lächerliche Verkleidung versuchte
Einen jungen Mann zu mimen
Sie selbst hatte ihr Leben
Einer hoffnungslosen Aufgabe gewidmet: ihn zu lieben
Es war deprimierend
Und das Ende unwiderruflich
Mittwoch, 2. Februar 2011
Schweres Erbe
Bis heute verstand Hermann die Reaktionen der Menschen, die ihm zum ersten Mal begegneten, nicht. Lag es an seinem Namen, dass alle immer so dummdreist lachten und ihn mit ausgestrecktem Arm begrüssten?
Dienstag, 1. Februar 2011
Montag, 31. Januar 2011
Schwein vom Dienst
Rudi war ein korruptes
Selbstherrliches Arschloch
Das alle hassten und
In das sie trotzdem krochen
Rudi fand Gefallen an Volksfesten
Es störte ihn daran nur eins: Das Volk
Der Reisswolf verlieh
Seinem Chefbüro eine persönliche Note
Er hatte viel zu fressen
Die Fähigkeit der Anderen
Zum Selbstbetrug war grenzenlos
Sie wählten ihn
Zum Unternehmer des Jahres
Samstag, 29. Januar 2011
WERBEBLOCK IV
Das ist Frau Klosseks zweites Buch. Für Frauen (und Männer mit Humor). Die Geschichten sind kurz und knackig, die Schrift gross. Also auch für ältere Menschen geeignet, die nicht mehr so gut sehen und sich nicht mehr so lange am Stück konzentrieren können.
Freitag, 28. Januar 2011
Mittwoch, 26. Januar 2011
Sonntag, 23. Januar 2011
SELBSTPORTRAIT
Ich vor meinem schönheitschirurgischen Eingriff. Es gibt viel zu tun. Sehr viel.
(Bild gemalt von: MIR)
WERBEBLOCK III
Das ist Frau Klosseks vorvorheriges Elaborat. Läuft Scheisse, da Lyrik. Lösen Sie sich von Ihren Vorurteilen, Gedichte müssen nicht einschläfernd sein und sich auch nicht reimen. Hier ein Beispiel:
Marx riet mir zum Klassenkampf
Und Freud mich von meiner Mutter
Zu befreien
Dann kam Hitler
Kratzte sich am Sack
Und schenkte mir
Eine Kapsel mit Zyankali
Und Freud mich von meiner Mutter
Zu befreien
Dann kam Hitler
Kratzte sich am Sack
Und schenkte mir
Eine Kapsel mit Zyankali
Samstag, 22. Januar 2011
Freitag, 21. Januar 2011
ENTWICKLUNGSHILFE
Etienne ging es gut
Er hatte ein Haus aus Lehm
Eine dralle Frau
Sechs Kinder
Er hatte das Sagen
Man konnte ihn durchaus als
Glücklich bezeichnen
Dann stand sie eines Tages
Hinterm Haus: die Kirche
Das einzige Gebäude aus Stein
Erste Anzeichen für eine
Feindliche Übernahme
Ein Jahr später verstellte eine
Moschee die Sicht aufs weite Land
Auf das er am Abend immer so gern
Geschaut hatte
Männer in langen Bärten
Und hässlichen Kleidern
Wollten ihm die Welt erklären
Seine Welt war hier
Und die hatte er im Griff
Wird sind da um euch zu retten
Sagten sie
Retten wovor
Etienne war verwirrt
Und eins mit sich
Das Unheil kommt immer von Aussen
Hatte schon sein Vater gesagt
Durch seinen Mangobäumchengarten
Gruben sich Bagger der Marke Amman-Yanmar
Für die neue Strasse
Damit er leichter in die Stadt kam
Und zum Flughafen der gerade gebaut wurde
Dabei wollte Etienne eines ganz sicher nicht:
Weg
Mittwoch, 19. Januar 2011
WERBEBLOCK II
Das ist Frau Klosseks vorheriges Werk. Genausogut wie das, was nachkam oder vorher war. Fast so gut wie Timmerberg, fast so gut wie Altmann, besser als Coelho. Ein MUST für den Liebhaber absurder, tabuloser Reisestories.
Die neuen Polizei-Uniformen sind da
Endlich fühlten sich auch Rolf und Herbert am Arbeitsplatz so richtig wohl. Da machte doch das Verknacken von Gesetzesbrechern gleich nochmal soviel Spass. Nur Walter war entäuscht: Er durfte beim Streifendienst noch immer keinen Rock tragen.
Dienstag, 18. Januar 2011
Montag, 17. Januar 2011
Bonjour Tristesse, Du alte Hackfresse!
Letzten Sonntag starrte ich
In den Himmel
stalinrot
Irgendwie geriet was ins Rutschen
Ich hatte so eine komische Ahnung
Dass ich schon länger
In der Falle sass
Spätabends lag ich schlaflos
Und etwas älter als sonst
Im Bett
Der Montag stand vor der Tür
Im Gleichschritt treiben sie uns
Von einer Niederlage in die nächste
Ich wusste
Ich war geliefert
Sonntag, 16. Januar 2011
WERBEBLOCK I
Das ist Frau Klosseks neuestes Werk. Ein super Buch, trotzdem läuft der Verkauf nicht so, wie es sich Frau Klossek vorgestellt hatte. Wenn sich das nicht ändert, wird Frau Klossek gezwungen sein, bis zur Rente als IT-Journalist Sklavendienste zu leisten. Frau Klossek kann zwar ganz toll schreiben, ist aber zu dämlich, sich selbst zu vermarkten. Deshalb bittet sie jetzt um Mithilfe ihrer Fans und eifrigen, zahlreichen Blogleser: Tragen Sie die frohe Botschaft von der Existenz von "desperate mousewife" in die Welt hinaus, damit es ganz viele Leute kaufen, die dann besser drauf sind und weniger Amok laufen. Und Frau Klossek endlich berühmt wird. DANKE.
Hier geht's lang ---->desperate mousewife gibt es auch als ebook
FETISCH
Wir hatten Klaus-Dieter immer gewarnt: Eines Tages würde es böse ausgehen mit seinen sexuellen Vorlieben. Aber er wollte ja nicht auf uns hören.
Freitag, 14. Januar 2011
Sowas wie Liebe
Mein ganzes Leben ist blau
Meine ganze Liebe ist weiss
Meine Gedanken sind zinnoberrot
Einst warst du strahlendes Gold
Aus deiner Brust wuchs eine Sonne
Jetzt bist du farblos
Ein leerer Platz
Verloren gegangen in irgendeinem Dunkel
Alles hat seine Zeit und seine Stunde
Dein Name ist mir schon entfallen
Das Fest der Liebe ist zu Ende
Und doch: es war der Mühe wert
Donnerstag, 13. Januar 2011
Nachmittag im Büro (nach einem Song von Christian Anders)
Es fährt ein Zug nach Nirgendwo
Und ich sitz drin holadrio
Er fährt so weit es irgend geht
Auf dass mein Geist im Nichts verweht
Der Zug er fährt und hält nie an
Und ich sitz drin oh Mannoman
Was hab ich mir dabei gedacht
Ich glaube nix na gute Nacht.
Mittwoch, 12. Januar 2011
Die Zeiten ändern sich
Früher war er ein Eigenbrötler
Neuerdings galt er als antisoziale Persönlichkeit
Und Aufmüpfigkeit heisst nun oppositionelles Trotzverhalten
Wir pflegen die emotionale Unverbindlichkeit
Und indem wir weitermachen
Stimmen wir einem gewissen Grundrisiko freiwillig zu
Montag, 10. Januar 2011
BIS ZUM ÄUSSERSTEN
Er spuckte wenn er sprach
Versprühte Geifer
Mit zu Berge stehenden Haaren
Die, die ihm geblieben waren
Er referierte
Während er hastig meinen Wein leerte
Und die Hände ring
Dass das Weisse an den Knöcheln hervortrat
Er hatte einen Ansatz zum Bauch
Angefressen in 25 Jahren Revolutionspause
Jetzt trat er wieder aufs Tapet
Und auf die Barrikaden
Warum gerade jetzt blieb unklar
Er wollte etwas tun
Egal was
Aber es interessierte Keinen
Sie waren zu beschäftigt
Mit der Rettung ihrer Spareinlagen
Und der Spannkraft ihrer Haut
Er fühlte sich wie ein einsamer Wolf in den Abruzzen
Ich bestellte mir einen Espresso
Für meinen Wein gab es eh keine Rettung mehr
Und auch nicht für den alten Aufwiegler
Er würde bis zum Äussersten gehen
Glücklicherweise lag das Äusserste
Knapp hinter seiner Couch
Es bestand also zu keinem Zeitpunkt
Gefahr für die Zivilbevölkerung
Mittwoch, 5. Januar 2011
BIG EASY
Du sahst aus wie Michael Douglas in seinen späten Zwanzigern
Und streicheltest den Bass
Als würdest Du die Hüfte einer Frau berühren
Streamboat Willie sang “Georgia on my mind“
Und R. hatte schon wieder kein Geld
Der Mond über der Bourbon Street
Hing verdammt schief
Dieser verfickte frozen strawberry drink
Hatte es in sich
Er lähmte mich als hätte ich Beton an den Füssen
Und irgendeine unsichtbare Last auf den Schultern
“Die Strassen von San Francisco“ waren definitiv abgedreht
Eins war sicher: Karl Malden würde nicht postum erscheinen
Als Du gingst lächeltest Du mir zu
Ich wäre Dir gern gefolgt
Doch ich hatte alles Mögliche an der Backe
Obwohl ich Dir genau die
In diesem Moment gern hingehalten hätte
Sonntag, 2. Januar 2011
Empfehlung II für den Jahresanfang
Ich war kürzlich 44 geworden
Das einzig wirklich Gesicherte in meiner augenblicklichen Lage
Die Existenz war nicht gerade ausbalanciert
Wenn man so wollte
Und es war noch nicht raus
In welche Richtung das Pendel ausschlagen würde
Ich sass in der Küche in der Sonntagmorgensonne
Früher okkupierten Männer vorübergehend diesen Platz
Doch das war vorbei
Ich hätte Wegezoll verlangen sollen
Als noch Zeit dafür war
Ich überlegte was ich als Nächstes tun könnte
Für mein Leben
Für die Menschheit
Aber mir fiel nichts ein
Getränke gab‘s an jedem Automaten
Aber wo bekam man bloss die Ideen her?
Eins war jedenfalls klar: Ich war dazu entschlossen
Entschlossen zu sein
Samstag, 1. Januar 2011
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