Donnerstag, 2. September 2021

HACKFLEISCH UND HECHT - LESUNG UND BUCHLAUNCH

 

Hackfleisch und Hecht

Samstag, 2. Oktober 2021 – 20:15 Uhr

Unheimliches am Zürichsee (Kurzgeschichten)

Thalwil ist eine ruhige Gemeinde am Zürichsee. Sonnenbeschienen und friedlich … oder etwa nicht? Denn weshalb ist das Hackfleisch in der alten Metzgerei so verdächtig günstig? Was lauert mit einem Maul voller Zähne unter der Oberfläche des Zürichsees? Und was schimmerte dort so geisterhaft in der Kegelbahn?

Sechs Thalwiler Autorinnen und Autoren sowie eine Illustratorin haben für diese Anthologie ihre Komfortzone verlassen und tauchen in dunkle und fantastische Abgründe an ausgesuchten Plätzen in einer typischen Zürichsee-Gemeinde. Ob nun im oder am See, am Wald- oder Gattikerweiher, im Ober- oder Unterdorf, irgendwo lauert immer das Grauen.

Ein unheimlicher und gruseliger Lesespass mit garantiertem Gänsehaut-Effekt. Mit 10 Kurzgeschichten von Eva Wischnitzky, Susann Klossek, Irma Aregger, Rosa Schneebeli, Lorenz Langenegger & Helmi Sigg. Illustrationen von Marisa Meroni.

Beginn: 20:15 Uhr
Kasse und Bar ab 19:30 Uhr
25.– | Mitglieder 20.– | in Ausbildung, Kulturlegi 15.–

TICKETS


Sonntag, 22. August 2021

Hackfleisch und Hecht Verlag Agentur Sigg


Ein schauriges Gemeinschaftswerk von ein paar Autoren:innen vom Zürisee ging gerade in Leipzig in Druck. Mit wilden Stories und ebensolchen Illustrationen, sowie einer abgefahrenen Graphik-Novel.

Buchvernissage im Herbst. Später mehr. Vorbestellungen sind ab sofort möglich.

Freitag, 28. Mai 2021

Chronik meines Pandemiejahres

 


28. Mai 2021 - Chronik (m)einer Pandemie

Mit dem heutigen Tag

144 Tage meine Eltern nicht mehr gesehen

165 Tage kein Restaurant mehr von innen gesehen

252 Tage meinen Geliebten nicht mehr getroffen:

die Anzahl der Tage entspricht jener, wie lange ich keinen ausserehelichen Sex mehr hatte (ehelichen praktiziere ich nicht)

439 Tage auf keiner Bühne mehr gestanden

758 Tage keine Vernissage mehr ausgerichtet

801 Tage kein Flugzeug mehr bestiegen

990 Tage kein Land mehr ausserhalb Europas besucht

im März 2020 gerade noch mit dem letzten Zug in die Schweiz eingereist

die erste Hamsterwelle verpasst und 2 Orangen gegen ein Pack WC-Papier (Migros Budget, hart wie Sandpapier, Déjà-vu DDR-Klopapier) getauscht

1 verschobene Mallorca-Reise

6 abgelehnte, später 2 bewilligte Anträge auf Covid-Erwerbsausfallunterstützung (alles ordnungsgemäss versteuert und AHV-abgerechnet, nachdem ich zigfach blankziehen, Budget- und Ausfallrechnungen aufstellen und Steuerunterlagen rückwirkend bis 2017 einreichen musste)

Befindlichkeiten schwankend:

Panik – Lethargie – Wut - Hoffnung (vergeblich)- Langeweile – Angst – Desillusionierung – Motivationslosigkeit – Inspirationsverlust – Freude am Stillstand – Gleichgültigkeit – Traurigkeit – Zufriedenheit - Hass auf Aerosolfahnen hinter sich herziehende Fahrradfahrer und Jogger, die immer auf meiner Höhe ausatmen

1 abgesagte Peru-Reise

nähere und weitere Umgebung besser kennengelernt (Natur ist ohne Menschen schöner als mit)

innerhalb eines Jahres 6 Kilo ab- sowie 3 wieder zugenommen, ergibt einen lächerlichen Resterfolg von minus 3 Kilo

mehrere depressive sowie Phasen der Wut durchlebt, die von Phasen der Erleichterung, aus allem raus zu sein, nicht zu können/müssen/dürfen, da ja verboten (Auftrittsverbot, Lockdowns) abgelöst wurden

eine Komplettsanierung von Küche und Bad durchlitten - Bauherren/Bauleitungs-/Handwerker-Inkompetenzkontingente bis ins Jahr 2055 ausgereizt

Versuch der Annäherung an eine 1.70 Meter-Wanne an einer 1.60 Meter-Wand knapp gescheitert (erwogen, ein Wutseminar zu belegen, war aber wegen Corona verboten)

etwa 30 Podcasts, Online-Lesungen, Webkonzerte und Line Dance Zoom Meetings vorzeitig verlassen (genauer: kurz nach dem Einloggen)

1 Nachbarin zu Grabe getragen (trotz Verbot sang die Ü80-Gemeinde in der Kapelle)

5 Freunde haben sich einen Hund angeschafft

12. März 2021 erster Museumsbesuch seit Monaten (Hochgefühl)

vermehrt bei Lidl eingekauft (Gründe: Kosten und Alternativfressalien)

Ausgaben für Schminke umverteilt auf Kosten für Masken und Desinfektionsmittel

nach 30 Jahren ohne wieder auf Gin Tonic um- oder aufgestiegen

die Natur holt sich Territorium zurück (die Höhlen von Axel; Venushügel)

noch nie so viel Zeit gehabt - noch nie so allein gewesen (ich bin nicht einsam, fühle mich aber verlassen)

Lust auf Denunzierung von Gegen-die-Regeln-Verstössern verspürt, der Lust aber nicht nachgegeben, dann wäre man ja wie die Spiesser, die andere anschwärzen 

IT-Artikel im Namen der Chefs von IT-Konzernen und Verlagen verfasst (sie waren damit beschäftigt, Kurzarbeitgelder zu erschleichen und sich die Eier im Homeoffice zu schaukeln)

1 nochmals verschobene Mallorca-Reise

43 (kleine) Bilder gemalt

1 Kuh (Fiberglas) restauriert

je 1 Tanger- und 1 Corona-Gedicht verfasst

seit 1 Jahr 0 Zeilen meinem Roman hinzugefügt

an 15 Literatur-, Film und Kunstausschreibungen teilgenommen (bisher ergebnislos/offen)

9 Jobbewerbungen rausgelassen, davon Ablehnungen: 9 (immer knapp nicht aufs Profil gepasst)

eine Business Webkonferenz mit dem Vorwand, keinen Ton zu haben, abgebrochen

5 Drehtage in 1 Jahr für

SUVA (bisher nicht ausgestrahlter Werbespot)

Kinofilm The Art of Love (bisher nicht im Kino)

Folge 1 der TV-Serie Neumatt (bisher nicht ausgestrahlt)

Folge xy der TV-Serie Wilder (bisher nicht ausgestrahlt)

3 Drehbücher auf Halde verfasst

1 neues Buch erschienen (ohne Buchvernissage, ohne Lesetour, Verkäufe vernachlässigbar)

noch nie so viel Fernsehen geguckt

alle Wände meiner Wohnung gestrichen

2 Covid-App-Alarme wegen möglicher Ansteckungen erhalten, die

2 PCR-Tests (beide negativ)

2x zehn Tage Quarantäne und

2 Kontrollanrufe des Contract Tracings der Gesundheitsdirektion des Kanton Zürichs zur Folge hatten

Quarantäne nach Negativtests entgegen der Verordnung eigenmächtig frühzeitig beendet (Haus mit Handy im Flugmodus verlassen)

1 abgesagte Mallorca-Reise

3. Mai 2021 1. Kaffee auf einer Terrasse in Zürich (ein Gefühl, wie man es vermutlich nach der Entlassung aus einer Anstalt hat)

die ersten 5 Roche SARS-CoV 2-Schnelltests Nasal erstanden – 2 bisher genutzt (Ergebnisse mit weniger (An)spannung erwartet als früher jene von Schwangerschaft- oder HIV-Tests)

1x geimpft Pfizer/BioNTech – Comirnaty 0.3 ml, 7680682250011, ER7449 (vermutlich die Nr. des Gates-Chips); (3 Personen mit Impfneid, weil ich einen früheren Termin als sie ergattert habe)

Nebenwirkungen:

leichte Kreislaufprobleme

Müdig- und Energielosigkeit (letzteres mein Normalzustand seit Beginn der Krise)

steife schmerzende Halsseitenstränge

Schüttelfrost

7 Tage Kopfschmerzen

Temperatur zwischen 35.3 und 38°C

BioNTech-Positionen mit Gewinn verkauft

die verfickte Pfizer-Aktie dümpelt nach wie vor auf mickrigem Wert von 39 USD

Am 2. Juni springe ich für einen Autorenkollegen an seiner mehrmals - coronabedingt - verschobenen Lesung ein. Er selbst ist am 1. Mai 2021 verstorben.

hpg ist einer von mit dem heutigen Tag weltweit 3,5 Millionen (inkl. Dunkelziffer lt. WHO 9 Mio.) AN, MIT oder WEGEN Corona Verstorbenen

 

Dienstag, 4. Mai 2021

HEARTBEATS

 

HEARTBEATS

Lesung in Gedenken an 

Hans Peter Gansner (1953-2021) und

 Ira Cohen (1935-2011)

Florian Vetsch, Pablo Haller, Susann Klossek lesen aus dem Werk beider Autoren

KULTBAU St. GALLEN 

Konkordiastrasse 27


Mittwoch, 2. Juni 2021

20 Uhr

(Kollekte)

Montag, 29. März 2021

Asterix & Monty Python



Mal wieder eine kleine Rezension zu Varanasi 

(von Claude Jearmann für Spuren).

Nach wie vor bei (2. Auflage in neuen Verlag) 

mir zu erwerben. 

Und beim Verlag... 

und im Buchhandel.

Donnerstag, 11. März 2021

Die Sache mit der Post

 


«Allet Wichser!», sagte ich zum Thema exorbitant verteuerte Postsendungen zwischen Deutschland und der Schweiz.

«Allet Wichser», antwortete er, «wusste schon immer, dass du ‘ne große Autorin bist!»

 


Montag, 8. März 2021

Zum 8. März

 


FRAUENPOWER!!!



(Bilder aus der Serie: Frauen der Weltgeschichte;

Gouache/Acryl/Tusche auf Leinwandkarton; 

auch als Postkarten erhältlich)

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Schau vorwärts in Liebe

SCHAU

 VORWÄRTS

 IN LIEBE

 

Versuch einer Antwort auf Schau zurück in Liebe zum 66. Geburtstag von Hadayatullah Hübsch, Verstreute Gedichte I, gONZo 2012 

Der Weg war dein Ziel

mein unerschrockener Freund

ihr wolltet rein sein

und unschuldig

auferstehen aus Ruinen

wie Phönix aus der Asche

strahlend dem Morgen entgegen

auf der Suche nach dem Gral der ewigen Wahrheit

gelenkt

erleuchtet

befreit

durch

Gott

 

aber das Ziel ist meist im Weg

Tag und Nacht unterscheiden sich

einzig durch ihre Lichtverhältnisse

ist es nicht an der Zeit

Gott die Lizenz zu entziehen?

 

auf welcher Seite stehen wir?

und ist es nicht immer die falsche?

all diese Entscheidungen

selbst bei Steppenwolf die Qual der Wahl

 

Das Leben eines jeden Menschen

ist ein Weg zum eigenen Ich *1

 

will man das kennen, dieses ICH?

 

Like a true nature's child

we were born, born to be wild

we can climb so high

I never wanna die *2

 

Orient und Okzident

Garten Eden

Rand der himmlischen Steppe

Schrebergarten der Sündigen

Amen

Om

In schā' Allāh 

 

wenn du nach San Francisco gehst

vergiss nicht die Blumen im Haar

muss ja nicht das Haupthaar sein

dort gab es einst blühende Landschaften

zwischen den Schenkeln der Mädchen

und berstende Meere

in den Lenden der Männer

Flausen

und

Revolution

in

den

Köpfen

 

wo ist die Oase

zu der wir alle auf lahmen Kamelen

durch unsere innere Wüste wackeln?

 

Fata Fata Mor Fata gana

 

du spieltest mit dem Teufel Schach

doch der legt mit debilem Grinsen

seine Bauernopfer flach

 

gut und schön

das Reden über Gott und die Welt

aber beide lieben?

das hast du besser hingekriegt als ich

 

über mir Walter, Erich, Margot, Egon

über dir Helmut und Allah

da hätte sich ein Tausch nicht ausgezahlt

für keinen von uns

 

Vagabunden

Trabanten

Troubadoure

wo sind sie geblieben?

der ewige Trip ist abgebrochen

wie ein coitus interruptus

Paranoia lohnt sich nicht mehr

CBD kein THC

Ingwertee statt LSD

 

nicht mal mehr die Umarmungen blieben uns

in diesen virenverseuchten Zeiten

Klimawandel und political correctness

alles rutscht:

Berghänge

Börsenkurse

politische Gesinnungen

 

One pill makes you larger

and one pill makes you small

and the ones that mother gives you

don't do anything at all

remember what the Dormouse said

feed your head, feed your head *3

 

High Noon in Handleyville

und Vollmond über Manhattan

designierte Überlebende

einer untergegangenen Insel

 

We must leave before the clock strikes twelve *4

 

wann kommt denn nun die Zeit der Ernte

der Früchte unserer guten Werke?

 

der Morgenröte Strahlen

nährt sich von Abendrots letztem Schein

 

kein Grund zu verzagen

das Feuer in uns ist nicht tot

es schläft nur den Schlaf der Ger/ä/e/chten

 

in der blauen Stunde

unserer Seelen

weht ein sanfter Wind

zu schwach

um es nochmal anzufachen?

 

I was a clever child

I was never wild . . .

I'm a thinker, not a feeler
I don't deal with issues

I just call my dealer *5

 

streben wir nach dem Unendlichen

dem Wunderbaren

und

geben

uns

mit

nichts

Geringerem

zufrieden

 statt Klopapier horten

 SURSUM CORDA – EMPOR DIE HERZEN!


Mein Gedicht in der Fabrikzeitung zum 10. Todestag von Hadayatullah Hübsch

 --->

Schau vorwärts in Liebe - Fabrikzeitung

Fussnoten:

*1 Zitat von Hermann Hesse
*2 Steppenwolf, «Born to be wild»
*3 Jefferson Airplane, «White Rabbit»
*4 Steppenwolf, «Desperation»
*5 Chilly Gonzales, «Crying»

Samstag, 5. Dezember 2020

Trends fürs neue Jahrzehnt

 

unbearbeitetes Original © Adobe Stock / Sashkin auf der Gulp-Webseite


    Wer einmal etwas anderes lesen mag, hier mein Artikel zu Trends fürs neue Jahrzehnt, von Zukunftsforschern auserkoren - willkommen im synthetischen Jahrzehnt. 

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Fabrikzeitung FZ364 – Hadayatullah Hübsch


Zum 10. Todestag von Hadayatullah Hübsch hat die Fabrikzeitung der Roten Fabrik eine wunderbare Ausgabe herausgebracht. Mit vielen guten Texten von noch besseren Leuten. Von mir ist ein geiles Gedicht drin. Hier geht's zur FABRIKZEITUNG

Donnerstag, 26. November 2020

FATUM - Drei Pfade ins Nichts

 



NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU  


FATUM - Drei Pfade ins Nichts


Road Poems zu Stationen in Ungarn, Indien, Tansania/Sansibar, Guatemala und Borneo. Es erscheint Anfang Dezember 2020 im Songdog Verlag Wien/Bern.


Es kann ab sofort bestellt werden. Bei mir - auch mit Signatur und/oder Widmung -, beim Verlag und überall im Handel.


185 Seiten

ISBN: 978-3-950422-48-1

Preis: 22.50 CHF (CH) / 18 Euro (D/A)



Donnerstag, 12. November 2020

Zum 10. Geburtstag des DreckSack


Hingehen, wo’s schmutzig ist:
Aufnahme von Olaf Ramcke
aus der aktuellen Ausgabe der Jungen Welt

Hier geht's zu meinem Gratulations-Artikel:


Donnerstag, 5. November 2020

Freitag, 30. Oktober 2020

Kurzes in der Jungen Welt

 


Die Junge Welt

 hat mal wieder Kurzfutter von mir gebracht.

Heute: Einsicht 

Petro22 - Zeitschrift für Tropen


Pablo Hallers Magazin Petro22 ist diesen Oktober online gegangen. In der zweiten Online-Ausgabe bin ich mit ein paar Tropengedichten mit dabei. Auf deutsch und spanisch. 

Die erste Print-Ausgabe erscheint Anfang 2020.  Viel Vergnügen bei der Lektüre. 


Guatemala-Gedichte auf Petro22

Zwei Texte auch auf spanisch

Sonntag, 25. Oktober 2020

Chinesische Produktbeschreibungen

 



Ich war heute im Museum Rietberg in einer tollen Ausstellung Sehnsucht Natur - Sprechende Landschaften in der Kunst Chinas. Super Ausstellung, sehr zu empfehlen. 

Da ich auf Trash und Vintage stehe, erstand ich im Shop danach ein, wie ich dachte, amüsantes Kerlchen. Wie ich später zu Hause feststellte, handelt es sich allerdings um einen schwulen Panda. Natürlich können auch schwule Pandas amüsante Kerle sein. Mein kleiner Gay guckt allerdings leicht bedröppelt, als wäre es ihm doch lieber, er wäre ein Guy. 

Mir ist die sexuelle Orientierung meines Spielzeugs einerlei, etwas enttäuschend war dann allerdings, dass sich gar nicht, wie versprochen, ein Uhrwerk in der Kiste befand. 

Aber vielleicht ist das alles auch nur Irreführung des chinesischen Geheimdienstes, um noch schneller als vom Rest der Welt befürchtet, die Herrschaft über selbige zu übernehmen. Pandi wird es mir nicht verraten. Aber trommeln kann er wunderbar. Allerdings nur, wenn ICH ihn aufziehe. Bäh!