Donnerstag, 12. Februar 2015

Café Kaschemme



Irgendwo in 'ner Kaschemme
sitzt am Tresen eine Memme
träumt von prallen Brüsten und der grossen Welt
und vom Traum der grossen Liebe
übermannen ihn die Triebe
weil das Leben meistens nicht Versprechen hält

Und der Boss spielt einen Tango
und seine Frau die liegt im Fango
und ein Gast gerät grad auf die schiefe Bahn
in dieser Kneipe da am Hafen
in diesem Winter, der nie endet
wird die Liebe grad verpfändet
welch ein Wahn

Refrain:

Und von Zürich bis Barcelona
und von Leipzig bis Ascona
sind die Strassen irgendwie auf Sand gebaut
und in jeder verdammten Kaschemme
steckt wieder einer in der Klemme
und hat in diesem Moment
die letzte Chance versaut

Und Eddi träumt von 'ner Exotin
und hat zu Hause 'ne Idiotin
und er fragt sich, wann ist's endlich nun soweit?
und dann steht sie endlich vor ihm
und er checkt mal wieder gar nichts
denn dafür ist er inzwischen viel zu breit

Und der Horizont verschwimmt
und einer fällt vom hohen Ross
und die schöne Zeit verrinnt
und einer gibt sich den Gnadenstoss
und auf meiner Picknickdecke
sitzt du wie eine fette Zecke
wir wünschen uns mehr Drang und Sturm
doch wir entsprechen nicht der Norm

Und von Zürich bis....

Ich kann vieles und nichts richtig
nehm mich unbeschreiblich wichtig
ich bin ich und ja, ich gebe offen zu
das ist mir bedeutend lieber
und dafür kannst du mich jetzt hassen
es ist mir bedeutend lieber
als wär ich du

Am Quai ein Schiff nach Nirgendwo
Hoffnung zerfliesst auf dem Asphalt
da kommt ein Mann von irgendwo
und er fühlt sich ziemlich alt
und nach der Nacht, da folgt der Tag
und aus blauen Wolken fällt
was ganz vermessen aus allen Himmeln
in die kaputte, kranke Welt

Und von Zürich nach....

(Foto: Kaffeekaschemme, Berlin)




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