Donnerstag, 20. Oktober 2016

Wie ein Buchtitel entsteht




Damit unsere Leser mal sehen, dass selbst die Findung eines passenden Buchtitels harte Arbeit ist, wollen wir Euch heute mal demonstrieren, wie der Titel unseres ersten Gemeinschaftswerks Der Mann im gelben Kleid - Hohelied der Flughunde entstanden ist.

Das Buch wird Anfang November im Freiraum Verlag erscheinen und im November/Dezember gibt es diverse Lesungen dazu. Vorbestellt werden kann es ab sofort bei mir www.susann-klossek.ch oder bei Bene www.benedikt-maria-kramer.de

Und jetzt gehts los:

Bene: Ich dachte irgendwas, das an Florenz erinnert, vielleicht.

Oder ein ganz langer Titel. Da können wir auch bei der Ausschreibung zu langen Buchtiteln mitmachen.



Susann: Langer Titel: Männer auf Dächern – Eine merkwürdige, aber alle Tage wiederkehrende Erscheinung, die so gar nichts mit dem Inhalt dieses Buches zu tun hat, könnte man auf den ersten Blick jedenfalls meinen, aber wie immer trügt der Schein.



Männer auf Dächern – eine Abhandlung über Angelegenheiten, widerwillige Arrangements und andere Lügen

Männer auf Dächern oder wie werde ich ein Pseudo-Intellektueller

Männer auf Dächern – Literatur von der Peripherie des Lebens

Männer auf Dächern – wenn du noch einmal carpe diem sagst, drücke ich ab

Männer auf Dächern – Schreie aus der Augsburger Puppenkiste

Männer auf Dächern – zwei Sissis packen aus

… zwei Misanthropen packen aus

Kramer & Klossek – Mandatsträger für alles und nichts

ach, Quark. Tschüss



Männer auf Dächern – Schopenhauer war gestern, ha ha



Treffen sich die Venus von Urbino, Tina Turner und eine Analjungfrau auf einer Ü40-Party …

Würde mich anmachen. Ganz ohne Männer



Ha ha. Ja. Aber: nein

Find ich lustig. Aber bei Analjungfrau fällt die Hälfte der Klientele grad mal weg. Ich und mein Buch wurden auf der Schweizer Autoren- und Journalistenplattform gelöscht, weil ich die Rezension draufstellte, die ausgerechnet den Satz Darf ich Ihnen das Fick dich anbieten? als Titel nahm. Schwupps, weg mit der Klossek. Arschgeigen.



Finde die Männer auf den Dächern mittlerweile nimmer so witzig.
Fick dich ist ja auch vulgär
Analjungfrau klingt medizinisch

... und eine Frau ohne Unterleib auf einer Ü40-Party?

... und Einstein im Freibad?



Ich sag ja: Wenn so ‘n Wort, ob anal oder fick im Titel steht, dann haste paar Deppen, die das geil finden, aber der Rest schiebt dich grad in die Schublade, rümpft die Nase und kauft es nicht. Einstein im Freibad ginge zur Not. Ü40-Party im Titel find ich doof. Wir können nochmal brainstormen, vielleicht ham die vom Verlag noch ne Idee.



Einstein ist dem Machiavelli sein Unterleib



Aber mit Einstein im Freibad klingt nach Frauenbuch.

Wie die Frau des Leuchtturmwärters – würg

Oder die Brücken am Fluss. Doppelwürg



Schweinstein im Freibad

Huch, ich dachte, Du meinst das ernst

Die Krücken am Fuss

Der Leuchtturm des Frauenwärters



Ich hab mal 'nen Lesbenporno geseh'n der genau so angefangen hat

guter Titel

oder:

Du kannst den Vollmond anheulen, Sterne zählen oder deinen Puls, während du dir ausmalst, mir den Arsch zu küssen.

auch gut

Treffen sich zwei Narzissten.

im Freibad

Streck dich aus, roll dich zusammen – Versuche des Dialogs zwischen Rotkäppchen und Wolf.



Treffen sich ein Anfänger und ein Pferd



Mmh ...

Den Lesbenporno? Find ich gut.



Mhhh, wees (noch) nicht.



Narzisstenblues



Ha ha. Das ist lustig!



Kellerkarma



Wir haben den Bachmann-Preis nicht gewonnen.



Wir haben den Bachmann-Preis nicht angenommen.



Ha ha noch besser



Susi und Strolch ...

bööööh



Ha haaaaaaaa



Susi und Strolch auf dem Weg zur Hölle

Wir hätten Hitler getötet



Ha ha sooo lustig!!!!!!!

DER is gut

Zwischen Ballettraum und Stalinorgel



wow!!!

SWR2 präsentiert: Zauberhafte Reise ins Herz der Honks



He he. Bekenntnisse der Psychopaten-Twins

Danke, dass Sie dieses Buch nicht kaufen



Titel, Thesen, Titten



Ruth, Steiß und Venen



check ich nicht



Blut, Schweiß und Tränen



ah!



Hohn, Schweine, Erben

Minimaltango

Eine Fangopackung Scheiße



gut!

Minimaltango ist auch gut

Hab grade mit Chrisi in Italien telefoniert. Sie findet "Treffen sich zwei Narzissten im Freibad" sehr schön ...



Ich schlaf mal drüber. Haut noch nicht wirklich rein bei mia …



jaja


Ja ja halt die ... hi hi



Geh noch auf die Piste ... bis dann.

!!



Ciaui



Kussikowski



Narr-Sissis im Dreivierteltakt



duel des geants



Duell der Giganten – da zerfetzen uns die Kritiker.

Dialog der Genies hi hi



Duell der Dramaqueens

Dramaqueenduell

Dramaqueenduell in Darmstadt



Ein Käfig mit zwei Narren

Oder einfach: Darmstadt



ha!

Letzte Ausfahrt: Darmstadt



Haaaa haaaaa

Endstation Darmstadt



Endstation ... haha



Proktologenkongress



Hatte ich auch schon, aber da sagst du wieder, das ist zu vulgär ...



Nööö

Nix mit Sex. Mit Scheiße schon.



typisch deutsch

analfixierte Nazis



Ja eben die Leeeeser und alle sind typisch deutsch

Teutonen-Eintopf

Kakerlakenpolka



iieeeH

!



Ratten in Strapsen



"DUETT MIT VIEL SCHEISSE"


Kackbratzen-Salon


HAHA! Duell der einnässenden Synchronschwimmer



Ha ha

Enthält Spuren von ...



Eigentlich ist dieser Dialog wegen Titel ein super Nachwort



Ja gute Idee



ach echt!

??



Was echt?



Vielleicht können die auch blasen



??



machen

als Layout

wie hier bei Facebook



Hä?

Ach so. Klar



Romantisches Duell der omnipotenten Bipolaren auf Facebook



Schitzo und Phreni



och süß!!!!!

Dinner für zwei



Hummer um Mitternacht



Himmler um Mitternacht



Ha ha kreisch



Dinner für Spinner gibts leider schon

Zwei Genies treffen sich in Darmstadt und schreiben sich anschließend auf Facebook Gedichte...oodddrrrrr



Pfffffffff



Mit Klossek in Darmstadt



Schwarzbuch der Eitelkeiten



OHO!

Ganz gut...

aber lieber Schwanzbuch

der Eitelkeiten



Du Sau

Akte K.



Sehr mystery, aber ok



Kein Danke an niemanden



nur an Gott und meine Mama



Ha ha



zum Muttertag ... alles Liebe

100 kleine Verslein zum Muttertag



Meine hat in 19 min. Geburtstag



Rufst an?

Und singst?



Nö. Also morgen natürlich, klar.


Ich finde die Titel von Bud Spencer-Filmen immer großartig.

Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle.

Ah!

Flughunde im freien Fall



Zwiebeljack räumt auf



Versteh ich wieder nicht!!!



Supi mit den Hunden



Das war ein Bud Spencer/Terrence Hill Film



die Flughunde, nicht die Himmelhunde



Nein aber Zwiebelhack

Jack



hack! haha!

gacka!



Schweinehack und Austern



mag lieber was Koscheres



Also ausgeblutet



Manna



das war wahrscheinlich getrocknet Schildlausscheiße

echt!



Was?



das Himmelsbrot

Bibel?

Moses?

Juden?

Wüste?

Hunger?



Wie meinen?



Weiß die Stelle nicht auswendig... mein Gott, da sieht man mal wieder, der Religionsunterricht in der DDR war unter aller Sau. Manna war das Brot, das Gott den Israeliten in der Wüste vom Himmel zugeworfen hatte.



Go West, Klossek!



Ich muss dann auch mal wirklich los. Dachte nur, dass ich ne Grundlage brauche und hab noch Spaghetti gekocht. Dreh gerade bisschen auf. Maniac…



Der Religionsunterricht in der DDR war inexistent. Beinahe hätte ich thank god gesagt. Also dann, Du Spaghettiwestern, auf geht’s …



Das weiß ich doch, dass ihr Gottlose seid.

Noch ein Titel: Gotteslob II



Yeach

Der Staat gegen KramerKlossek



Das ist schön!



KramerKlossek gibt nicht auf

Das ist die Fortsetzung



Schon klar.



KramerKlossek auf dem Lande



Leichen pflastern ihren Weg



Pflaster laichen ihren Weg



Rückkehr der reitenden Seichen

Resümee für heute:

Schwarzbuch der Eitelkeiten, Treffen sich zwei Narzissten im Freibad, Flughunde im freien Fall, Minimaltango



Yeap, behalten wir die im Auge

kissikiss



Kramer küsst Klossek



Auch schööööön, Klossek küsst auch Kramer

Diskretes Eingreifen abseits der Gesetze.

Damit verabschiede ich mich für heute.



Bin immer noch daheim. Regnet! Dabei wollt ich meinen neuen Einhornpulli ausführen. Schlaf gut!



Gott, wie süüüüß. Guet Nacht.



Tage später …



ich habe da mal bisschen rumgesponnen:

Schwanzvergleich

Bube, Dame und andere Unzulänglichkeiten

Tarantel und Teflon

Abgetaut

Buch ohne Titel

Der Fremde in der Küche

Schlechte Neuigkeiten

Der Tag an dem ich Tina Turner tötete

Kapitän Venus

Irrtum und Größenwahn

Der Gesundheitsminister warnt

Falsch abgebogen

Der Fall der Maria Kramer

Machiavellis Kinder

Der Mann, der seine Zähne vor dem Sprung aus dem 18. Stock in ein Glas legte

Wir

Bitte fassen Sie die alte Frau nicht an

Mehr Vaseline

Hintertreppe

Auf halber Strecke

Der Tag an dem ich das Haar mit einem Beil spaltete

Panik unterm Holunderstrauch

Liebenswürdige Laster und andere Transportmittel

Zwing mich doch

Bücher und Dirnen

Tyrannei und Anarchie

Als ich zu viel Staub aufwirbelte

Die permanente Anwesenheit der Abwesenheit

Drei Pfade ins Nichts

Grenzgang

Scheiß auf Hoffnung

Die üblichen Verdächtigen

Wie die Realität mein Leben ruinierte

Dünne Kruste überm Vulkan

Sittenverfall im Hinterland

Vom unnützen Gebrauch der Notwendigkeit

Von der Unfreundlichkeit der Atome

Schreie aus der Müdigkeitsgesellschaft

Als wir versehentlich in den Dünnschichtchromatographen gerieten

Als wir die Götter zu Feinmehl verarbeiteten

Zwischen Skepsis und Sepsis

Der Fisch, der aus dem Regen kam

Freiwild
Jagdsaison
Willkommen in der Nische
Brandgefahr


Die anderen sind nur Leute (wir sind wir). Klaus Mann – wär auch ‘n Buchtitel, der zu uns passt.



OK.

Wird wohl nix.



Wird schon irgendwas werden.

Flughunde im freien Fall fänd ich eigentlich gut

Oder: Zurück aufs Eis

Für dich Ballettmädchen-Eisprinzessin



Wie wärs mit: Bevor die Nacht sich um meinen Hals legt

Vielleicht zu düster



Find ich schön, passt aber nicht ganz.

Hohelied der Flughunde.

Da sind die poetische Dialogform, Hochzeit und Batman mit drin.

Zudem ist das Hohelied die vielleicht versauteste und vor allem romantischste Schrift im AT



Ja damit könnte ich leben, weils ja inhaltlich (Dialog zweier Liebender) irgendwie passt. Bis Du das AT erwähnt hast ...



Der Mann im gelben Kleid



Gefällt mir

Gut.

Würde ich nehmen. Vielleicht als Untertitel das Hohelied?

Und jetzt bitte bestellen - es wird grossartig!!!! 

Der Mann im gelben Kleid
78 Seiten, Softcover
ISBN: 978-3-943672-95-4
14,95 EUR (D)
16,90 CHF (CH)


Bestellungen sofort direkt bei mir oder Bene oder ab 4.11. in allen Buchhandlungen, online, beim Verlag. Wer es rezensieren möchte, meldet sich bitte.

Performances:

Um uns selbst und unser Buch mit Euch zu feiern, laden wir alle recht herzlich zur Performance der Befindlichkeiten ein und hoffen auf viele Besucher.  

19.11. 21 Uhr Lokalhelden, Bismarckstraße 10, 86159 Augsburg
 5.12.  19 Uhr Galerie 16b, Ausstellungsstrasse 16, 8005 Zürich
 6.12.  20 Uhr Rote Fabrik, Club, Seestrasse 395, 8038 Zürich
 7.12.  19 Uhr galerie reinart, Laufengasse 17, 8212 Neuhausen a.Rh.




Mittwoch, 19. Oktober 2016

Jeder ist ein Künstler (?)


Herzlich willkommen zu unserer Reihe Künstler des Alltags. 
Thema der heutigen Sendung:
Redaktionssitzungs-Kunst

Dienstag, 18. Oktober 2016

Morgens im Bus


Heute Morgen im Bus
stieg eine Frau zu
die ein breites Dauergrinsen aufgelegt hatte
das beängstigend ins Debile abzudriften drohte
und ich dachte mir so: Herrje, die Ärmste!
und: hoffentlich ende ich nicht mal
 in so einem desolaten Zustand
dann erblickte ich in der Scheibe
 die hängenden, müden, vergrämten Gesichter
 von uns anderen und wusste: 
wir sind schon längst viel schlimmer dran

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Alliteration - ein Kommentar

(Bild: Haiku Deck)

Hier kannstes hören



Gestern Abend zappte ich ziellos durchs famose Fernsehprogramm und blieb hängen an der Synapsen auflösenden Sendung „Schwiegertochter gesucht“. Dass dort Leute die Liebe suchen, die auf dem Markt nicht so die tollsten Chancen haben, weil sie entweder nicht so schön oder intellektuell leicht unterbelichtet sind – meistens ist beides der Fall – ist mir eigentlich egal. Auch, dass sie sich manchmal kaum artikulieren können. Ich bin da relativ schmerzunempfindlich und denke mir: Ach, lass sie doch, die solln ruhig auch mal. 

Wenn ich dann aber die Stimme von der vermaledeiten Vera Int-Veen aus dem Off höre, wie sie die gute, alte Alliteration bis zum Erbrechen strapaziert, dann krieg ich doch schon mal ne Krise. Pardon, kausale Krise wollte ich sagen.


Da schwappt die Kamera vom sehenswerten Sachsen, wo sich die hitzköpfige Hundehalterin Hedwig und ihr Berner Sennehund Benny in die kräuselnden Kurzhaare kriegen, rüber zum quirligen Quintett am belanglosen Bodensee, wo der galante Großkotz Gabriel seine drei grazilen Grazien seiner müden Mutter bei strapazierfähigem Streuselkuchen vorstellt.


Und kaum habe ich diese schönen Sätze halbpatzig verdaut, kommt auch schon der Cut ins kolossale Königreich, wo sich Badenixe Beate auf einer thailändischen Tropeninsel zu später Stunde gerade zwischen dem hosenbeanzugten Hutträger Hartmuth und dem mähnenlosen Mähdrescherfahrer Manfred zu entscheiden versucht.


Später beim trauten Tête-à-tête mit dem kurligen Kurierfahrer Klaus aus dem klasse Kiel träumen die knallharten Konkurrenten von der atemberaubenden Amateurprostituierten PingPong, die sich im Laufe des Abends allerdings leider als lachender, lasziver Ladyboy entpuppt.


Im schönen Sauerland flirtet unterdessen die flinke Friseurin Froni – frisch geschieden von ihrem heiligen Hells Angel Hubert – mit dem läufigen Lederhosenfetischisten Lars. Dieser schiebt ihr spontan seine zuckende Zunge in ihr mopsiges Münchner Mündchen. Das sieht nach einer feuchtfröhlich, malerischen Maul- und Klauenseuche aus. Mir steht der abgestandene Angstschweiß auf der schneeweißen Stirn. Wer denkt sich bloss so eine blähende Bullenkacke aus? Sicher ein ganz schlauer Schwanz, ein räudiger Redakteur mit psychischen Problemen.


Doch da kommt schon der beleibte Brotliebhaber Bernhard und hält um die Hand seiner beanspruchten Busenfreundin aus dem blendenden Berlin an. Die kichert keusch und sagt: Nein. Da guckt der Bernhard bedröppelt. Doch da feixt die fesche Fiona, passionierte Puzzleliebhaberin, dummdreist daher, denn sie wittert wachsam ihre neue Chance, bei Bernhard leichtfüßig zu landen.


Ich gehe schwankend an den kühlen Kühlschrank in meiner kleinen Küche und schnapp mir allen Alkohol, den ich finden kann. Im taufrischen Thailand ist unterdessen ein neuer Tag angebrochen und der rastlose Rasenballliebhaber Rudi verabschiedet sich gerade von seiner turteligen Taube Trudi, die geistesgegenwärtig geheimnisvoll tat und den Kelch des Kurzarbeiters an sich vorbeigleiten ließ.


Gebissträgerin Gitta, Möchtegern-Modell aus dem moussierenden Magdeburg bleibt ihm erhalten, denn sie hat das multifunktionale Minigolftournier flink und famos für sich entschieden. Der lahme Kameramann Lothar grinst ein lasches Legionärsgrinsen.


Ich zappe zitternd durch den Äther. Salmonellen, höre ich nur noch. Sauertöpfische Salmonellen aus dem Saarland. Dann fliegt der brünstige Bernhard in seinen neuen Flip Flops auf die feudale Fresse. Finito!


Samstag, 8. Oktober 2016

Der neue DreckSack ist da

Liebe Freunde, Leser und Kritiker:
 
Der neue DreckSack ist da!
Diesmal mit Fotografien von
 Claudia Günther (Berlin)
und Texten von:

 
Eric Ahrens, Michael Arenz, Jack Black, Jerk Götterwind, Florian Günther,Franziska Hauser, Jürgen Heymann, Susann Klossek, Benedikt Maria Kramer,Matthias Merkelbach, Thomas Meyer-Falk, Axel Monte, Jürgen Ploog,
Erik Steffen, Werner Streletz, Silke Vogten, Heyne Winterfeldt, Sebastian Wippermann,
Daniela M. Ziegler

 
Erhältlich ist er ab sofort hier:
www.edition-luekk-noesens.de/shop/drecksack
Die Release-Lesung finden am
Donnerstag, den 20.11. im Watt (Metzer Straße 9, 10405 Berlin)
sowie am Samstag, den 22.11. im Goldenen Hahn
(Oranienstraße 14a 10999 Berlin) statt.
Weitere Informationen demnächst.

 

Freitag, 30. September 2016

Kunstsanatorium

Kleine Vorschau 
auf die Kunstsanatorium-Veranstaltungen
 in der Galerie 16b in Zürich 
jeden Montag
Am 5.12. sind Benedikt Maria Kramer und ich dran
Kommet, kommet und freuet Euch

Samstag, 24. September 2016

Brief an Max Küng, heute: Damen mit Kleidern in Raubtiermuster





Sehr geehrter Herr Küng

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe keinen Schal mit Grosswildkatze verloren. Weder auf der Zweierstrasse noch sonst irgendwo. Ich trage keine Katzen. Jedenfalls nicht um den Hals. Höchstens vom Teppich aufs Parkett, wenn sich ein Exemplar der Gattung Felis silvestris catus, auch gemeine Hauskatze (mit Betonung auf gemein), mit Quasimodo-Buckel, gesträubtem Fell und kontraktierenden Eingeweiden ihres Mageninhalts (Gras, Schaum und Fellknäuel) zu entledigen gedenkt.

Der Theorie Ihrer werten Gattin mag ich nicht ganz zustimmen. Ich denke vielmehr, besagte Fellimitatträgerinnen wollen nicht jagen, sondern erjagt werden. Meine Feldforschungen haben ergeben, dass in Raubtier gehüllte Damen, insofern sie nicht dem horizontalen Gewerbe angehören oder Josephine Baker heissen, tendenziell ihre besten Jahre und Körperformen bereits hinter sich gelassen haben und nun mit auffälliger Befellung oder auch in schrillem Federkleid die Aufmerksamkeit paarungswilliger Männer auf sich ziehen wollen.

In den seltensten Fällen ist dieses Balzgehabe von Erfolg gekrönt. Denn die Männchen ihrerseits, egal in welchem (fortgeschrittenen) Alter, haben wenig übrig für abgehangenes Raubtierfleisch. Sie bevorzugen flinkes, wendig-williges, glatt-und seidenbefelltes Jungwild, nicht selten knapp der Kinderstube entsprungen. Mit Katzen kann der gemeine Mann (lat. hominis) generell wenig anfangen. Sind sie doch selten einem Herrchen hörig, gelten als nahezu undressierbar und setzen in der Regel ihren eigenen Dickkopf erfolgreich durch. So gesehen betrachte ich mich selbst auch als Katze. Getarnt im Speckmantel eines Spanferkels.

Jedenfalls ergibt es in keinem Falle irgendeinen Sinn, sich wie ein Leopard oder Tiger zu kleiden. Es sei denn, man spekuliert auf eine Rolle in Tarzan. Das gilt übrigens gleichermassen für weibliche wie männliche Exemplare. Letztere mimen des Nachts allzu gern den Tiger, am Morgen muss man dann aber leider feststellen, dass über dem Stuhl nur ein Hyänenfell hängt.

In diesem Sinne ein mürrisches Chchch und wenn Sie brav sind ein zufriedenes Grrrschnurrrr und ein scheinbar ergebenes Miau hinterher.




Der Brief war eine Antwort auf Max Küngs Kolumne: https://www.dasmagazin.ch/2016/07/15/liebe-unbekannte-person/ - leider kam keine Antwort zurück.

Montag, 19. September 2016

Renzension im Neues Deutschland

Eine Rezension im Feuilleton des Neues Deutschland. Früher das SED-Blatt, nennt sich heute Sozialistische Tageszeitung. Wär hätte das gedacht, dass ich dort mal Erwähnung finde! Und moniert wird nicht meine Gesellschafts/Islam- oder Sozialismuskritik im Buch, sondern der viele Sex. Dabei war das doch das Einzige, was wir armen DDR-Bürger hatten, und das heute, wie im Buch beschrieben, eigentlich nicht mehr wirklich oder selten und dann meist desaströs stattfindet. Und zudem meist erfunden ist. Nicht immer ist die Autorin die Autorin ... Trotzdem eine wunderbare Rezension.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1025494.grossereignis-einer-mitteilung.html?sstr=Klossek

Dienstag, 13. September 2016

Diskriminierung

Diskriminierung immer und überall: Frau zeigt wieder hohes Bein. Pfff!!! Und was, wenn Frau nur tiefes Bein hat? Sauerei! 

Und was soll der Satz: "In den 80er-Jahren drehte sich alles um den Körper"? Tut es das nicht immer?