Dienstag, 13. Dezember 2011

KONSUM


Durch Konsum kreieren Sie sich selbst. Sie sind, was Sie
kaufen. Oder eben nicht kaufen. Wir erleben und behandeln
uns selbst als Ware. Das Angebot ist grösser als die
Nachfrage. Der Überfluss hebelt uns aus. Bedürfnisse
werden künstlich hergestellt, ohne, dass es einen Bedarf an
deren Befriedigung gibt. Konsum resultiert aus brauchen und
endet im verbrauchen. Doch wir kaufen uns Bedeutung und
gute Gefühle. Konsum ist eine Sucht, die nach immer mehr
verlangt. Die Befriedigung materieller Bedürfnisse mehrt nicht
Ihr Glück. Zerstören Sie hin und wieder, um der
Endlosschleife des kaufen Müssens zu entfliehen. Zerstörung
ist keine Flucht, sie ist eine schöpferische Kraft. Auf
Konstruktion muss Destruktion folgen. Lassen Sie los. Kaufen
ist nicht die Freude am Leben, sondern die Angst vor dem
Tod. Reduzieren Sie Ihr Leben von Zeit zu Zeit auf den
Lebensstandard. Kultivieren Sie Ihre Sehnsucht nach dem
Nichts und nach Neuanfang.

Keine Kommentare:

Kommentar posten