Donnerstag, 20. Oktober 2011

E-Mails und andere Belästigungen



E-Mail von heute morgen: "Alles für Ihr iPhone!" Klingt wie alles für Ihr Kleinkind oder alles für das Haustier. Ich habe kein iPhone. Ich gehöre einer verfolgten Randgruppe an. Ich habe auch kein Kleinkind. Und NEIN, ich habe auch kein Haustier. Ich werde einsam und allein, ohne soziale Kontakte, elendig in meiner Wohnung verrecken und erst gefunden, wenn es schon durch die Tür durchstinkt. Freunde gibt es ja nur noch virtuell, auf Facebook. Da freut sich gerade Peter M. über seinen eigenen Link. 20 Leuten gefällt das. 3 weiteren Leuten gefällt, dass das 20 Leuten gefällt, dass Peter M. sich über seinen eigenen Link freut. Wer ist eigentlich Peter M.? Offensichtlich einer meiner Freunde, aber ich kann mich nicht an ihn erinnern. Ich klicke auf den Link, der Peter gefällt. Er führt ins Nichts. Also besser, als ich dachte. Ein Känguruh betritt mein Büro und ruft mit erhobener Pfote "Vegetarier aller Länder vereinigt Euch!" "Das heisst Proletarier", sage ich. Das Känguruh versetzt mir mit dem Hinterbein einen linken Haken. Ich gehe zu Boden und sehe gerade noch, wie sich das Känguruh an meinen Schreibtisch setzt und sich die neuesten Gadgets für sein iPhone bestellt. 

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