Mittwoch, 17. Oktober 2012

Begegnung im Morgengrauen



Heute ging's mir, ja ging's mir überhaupt irgendwie? Naja, jedenfalls besser als gestern. Bis, ja bis ich kurz vor Scheissdiewandan vor der Redaktion ankam. Kaum sind Wetterlage - 0 Grad, Sonne - und das innere Klima einigermassen stabil, kommt irgendein Depp, pardon eine Deppin (political correctness! I give a fuck on it) und versaut einem die eh nur sehr labile mittelgute Laune.
 
Heute morgen quetscht sich also so eine alte Schabrake vor mir zur Tür bei uns im Gebäude rein. Da die Tür schwer ist und die olle Schrapnelle offensichtlich zu schwach, halt ich sie ihr, grosszügig wie ich bin, auf. Sie dann: "DANKE!!!!". Ich gucke sie wohl etwas verwirrt an, da dieses Danke ganz hart und aggressiv und eher auffordernd rüberkommt. Ich glotze also wahrscheinlich leicht fragend und sie: "Das heisst danke, ich hab Ihnen die Tür aufgehalten, aber Manieren kann man ja nicht mehr erwarten heutzutage!" Ich noch verwirrter: "Gute Frau, ich dachte eigentlich, ich hätte Ihnen die Tür aufgehalten, aber danke für ihre nette Geste, das war dann wohl ein Missverständnis." Sie, SEHR giftig: "Is gut, lassen Sie mich, Sie unverschämte xxxx" (das letzte Wort verstehe ich nicht richtig, es klingt aber verdammt nach FUTZ).
 
 
Ich lasse ihr den Vortritt für den Lift, sie: "Geh'n Sie, ich weiss nicht, wo ich drücken muss". Ich: "Wo wollen Sie denn hin, vielleicht kann ich ja helfen?" Sie: "NEIN". Ich: "Dann eben nicht." Sie drückt den Knopf für den 2. Stock (totsicher falsch, sie sieht nicht aus, als wolle sie in eine IT-Bude oder einen Verlag). Ich: "Wollen Sie ins Konsulat?" Sie: "Ich wüsste nicht, was Sie das angeht, aber ja." Ich drücke 3. Stock für sie. Der Lift hält im 2. Stock, sie steigt aus, ich: "Hier muss ich raus, Sie müssen noch einen höher. Ich wünsche Ihnen, obwohl ich so unfreundlich bin, einen schönen Tag." Sie: "Sie mich auch."
 
Ich fragte mich, wieso ich so ruhig und nett blieb? Früher hätte das 57 Sitzungen bei meinem Therapeuten nach sich gezogen. Ein Freund riet mir, als er die Geschichte hörte, zu folgender Antwort: "Ich glaube, Sie brauchen einen Neger mit dickem Schwanz, der Sie gründlich, tief und lange durchfickt!"
 
 
Ich hoffe, sie wird im Fahrstuhl stecken bleiben und frühestens nach 24 Stunden gerettet (wenn überhaupt). Der gut ausgestattete schwarzafrikanische Mitbürger hingegen wäre nur Perlen vor die Säue. Interessenten können sich gern bei mir melden.

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